Was passiert eigentlich im Gehirn wenn man „lernt“

Der Mensch lernt sein ganzes Leben lang: als Kind lernt er jeden Tag etwas neues, in der Schule und an der Universität wird das Lernen dann für mehrere Jahre quasi zum Hauptinhalt des Lebens. Später lernen die Menschen weniger, aber stets ist das Gehirn damit beschäftigt, neue Dinge abzuspeichern. Bildung besteht größtenteils darin, Informationen im Gedächtnis zu behalten.

Was geschieht im Hirn, wenn man lernt?

Den Lernprozess kann man definieren als das Aufnehmen, Abspeichern und schließlich wieder Abrufen von Informationen. Diese drei Schritte des Lernprozesses spielen sich im Gedächtnis und im Innern des Gehirns ab. Wenn man lernt werden in einer bestimmten Hirnregion neue Nervenverknüpfungen geschaffen. Je öfter diese Verbindungen zwischen Nervenzellen genutzt werden, desto stabiler sind die Verknüpfungen. Das Nervensystem ist also maßgeblich am Lernprozess beteiligt. Im menschlichen Hirn gibt es mehr als 100 Milliarden Nervenzellen, die Neuronen genannt werden. Jede Nervenzelle kann mit hunderten anderen Nervenzellen Verbindungen eingehen. Es entstehen Netzwerke, in denen die Lernerfahrungen und Informationen abgespeichert werden. Wenn man lernt, verändert sich das Hirn ständig.

Wo wird die Information abgespeichert?

Noch immer kann die Wissenschaft nicht zu 100% nachvollziehen, was im Hirn alles vor sich geht und wie genau Informationen abgespeichert werden. Fest steht, dass der Prozess im Großhirn abläuft. Es gibt einen Bereich im Großhirn, der für das Gedächtnis zuständig ist. Hier findet das Erkennen von Sprache in einem Bereich der Großhirnrinde statt, während die Bedeutung der einzelnen Begriffe in einem anderen Bereich gespeichert ist. Wer eine Fremdsprache spricht, der hat die Übersetzung des jeweiligen Wortes in wieder einem anderen Bereich auf Lager. Diese Zusammenhänge konnten dadurch erkannt werden, dass Menschen mit Gehirnverletzungen nur bestimmte Teile dieser Lernketten nicht mehr abrufen konnten.

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