Die Qualifikation für den Traumberuf Trainer

Durch die Teilnahme an Seminaren wird bei vielen Menschen der Wunsch geweckt selbst als Trainer tätig zu sein und Menschen weiterzubilden. Demzufolge ist das Angebot an Trainerausbildungen fast unüberschaubar und unvergleichbar geworden. Es gehört schon fast zum guten Ton, der Führungskraft oder des Arbeitsnehmers in gehobener Position einen sogenannten Trainerschein zu besitzen. Dafür wendet man doch gerne mal zwischen € 2.000 und € 12.000 auf. In aller Regel wird mit einer
Trainerausbildung ein Zertifikat erworben, sei es von der IHK, von einem Verband oder vom Ausbildungsinstitut selbst. Oft wird auch Zertifikate „Geprüfter Trainer“ vergeben oder es wird seitens der Anbieter der Eindruck vermittelt, es handele sich um einen staatlich anerkannten Abschluss. Letztlich handelt es sich doch bei keiner Trainerausbildung und bei keiner Coachausbildung um einen gesetzlich geregelten Bildungsabschluss. Wer an einer Trainerausbildung teilgenommen hat, selbst wenn es die beste und teuerste war, darf laut Gesetz noch nicht einmal Ausbilder nach dem Berufsbildungsgesetz sein und das in einer Zeit, in der sich Ausbildung und Weiterbildung immer mehr verzahnt. Neben den Trainerausbildungen existieren seit 2009 zwei gesetzlich geregelte Aufstiegsfortbildungen, die mit einem staatlich anerkannten Bildungsabschluss enden. Das ist zum einen der Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagoge (IHK) auf der Stufe II, von der Hierarchie vergleichbar mit einem Fachwirt oder Fachkaufmann und der Geprüfte Berufspädagoge (IHK), von der Hierarchie vergleichbar mit einem Betriebswirt (IHK). Interessant dabei ist, dass diese Aufstiegsfortbildungen auf der einen Seite oft nur halb so viel kosten, wie teuere Trainerausbildungen und auf der anderen Seite bis zu annähernd 50% durch das AFBG (Meister-Bafög) gefördert werden. Die beiden Aufstiegsfortbildungen decken sowohl die Lerninhalte einer Trainerausbildung als auch die Inhalte einer Coachausbildung ab. Die Ausbildungskurse sind von der Stundenzahl umfangreicher als Trainer- oder Coachausbildungen. Vom zeitlichen Rahmen her lässt sich so eine Fortbildung auch nicht in ein paar Wochen oder Monaten machen. Die Ausbildungszeit beträgt in aller Regel 1-2 Jahre. Die Zahl derer, die sich alternativ zu einer Trainerausbildung für eine gesetzlich geregelte Aufstiegsfortbildung entscheiden nimmt, aus den genannten Gründen, ständig zu. Klassische Trainerausbildungen verlieren deshalb an Wertigkeit, weil sie von den gesetzlich geregelten Aufstiegsortbildungen immer weiter in den Schatten gedrängt werden. Es muss deshalb für jeden, der über den Traumberuf Trainer nachdenkt auch eine Überlegung sein, ob er sich für diesen Beruf über einen ungeregelten Zertifikatslehrgang oder über eine gesetzlich geregelte Aufstiegsfortbildung qualifizieren möchte.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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